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Aljechin-Verteidigung B05 – ?

Dieser merkwuerdig anmutende Springerzug ist erst 1921 durch Aljechin im Turnier von Budapest gegen Saemisch eingefuehrt worden. Der Zug gestattet Weiss den Aufbau eines breiten Zentrums, welches Schwarz spaeter zum Angriffsziel machen will. Er wiederspricht aber der Regel, in der Eroeffnung die Figuren auf Felder zu stellen, von denen sie nicht gleich wieder vertrieben werden koennen. Die erste Variante beschaeftigt sich deshalb mit I.

Bird-Eroeffnung A03 – ?

eigentlich selten gespielte Eroeffnung. Weiss moechte am Koenigsfluegel Raum gewinnen und gleichzeitig das Zentrum unter Kontrolle halten. Schwarz hat einige gute Moeglichkeiten, um aktiv Gegenspiel zu erhalten.

Doery-Verteidigung A46 – ?

Dieser merkwuerdige Spielanfang stammt von dem Wiener Meister Doery. Er widerspricht der Regel, eine Figur am Anfang der Eroeffnung zweimal zu ziehen. Trotzdem – dieser Springer ist nur schwer zu vertreiben.

Englische Partie A29 – ?

dieser Spielanfang wurde nach dem Englaender Staunton benannt. Sie wird auch als „Sizilianisch im Anzug“ und auch als „Bremer Partie“ bezeichnet.

Koenigslaeuferspiel C24 – ?

aehnlich wie in der „*Wiener Partie“ entwickelt Weiss im K. zunaechst eine Figur, um noch abzuwarten, welcher Plan im Zentrum am guenstigsten erscheint. Da der Laeufer aber auch auf b5, wie z.B. in der „*Spanischen Partie“ und auch auf e2 ein gutes Entwicklungsfeld hat, ist Lc4 auch eine fruehzeitige und eigentlich unnoetige Festlegung. Der Zug 2.Sf3 hat entsprechend den Vorteil, dass der Springer-g1 sich gleich auf sein bestes Feld entwickelt und Weiss dann die Moeglichkeit hat, unter den verschiedenen guten Feldern fuer den Laeufer-f1 zu waehlen.